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Der Jagdteckel

Der Jagdteckel

Vor einigen Jahren habe ich in einer bekannten Jagdzeitschrift einen sehr guten Beitrag über einen Rauhaardackel gelesen, der einen Werdegang vom unterbeschäftigten Sofahund zum allseits anerkannten Jagdhund auf Schwarzwild hatte.

Man hatte ihn im Tierheim abgegeben und nur durch Mitleid wurde er von einem Jäger aufgenommen, der erst eigentlich nicht so recht wusste, wie sich dieser Hund, der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte, entwickeln würde.

Ich glaube mich zu erinnern, sein Name war „Schröder“. Diese „Coachpotatoe“ wurde kurzerhand mit auf die Jagd genommen und entwickelte eine einzigartige Passion auf Schwarzwild. Bald hatte sich das in der Jägerschaft herumgesprochen und sobald es schwierig wurde, rief man nach Schröder. Schröder trat an und erledigte stets zuverlässig seinen Dienst.

Diese Begebenheit lehrt uns, was in unseren Dachshunden steckt; was sich entfalten kann, wenn man ihnen die Chance dazu gibt.

Der Jagdteckel ist der kleinste Jagdgebrauchshund. Seine Bedeutung wächst ständig, da wir in einer Zeit leben, in der für die Jäger die Reviere und Jagdmöglichkeiten kleiner werden.

Für den Waldjäger ist der Dachshund ein Alleskönner. Beurteilt man die Jagdhunderassen in Hinblick auf die Verwendung, so ist unser Dachshund neben dem Vorstehhund der Vielseitigste.

Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung seiner Verwendung:

Niederwildjagd
Wer die Kaninchenjagd als Baujagd betreibt, der hat einen Kaninchen- oder Zwergteckel, der ihm wesentlich zuverlässiger und bringfreudiger ist, als ein Frettchen. Auch nach dem Schuss wird ein Teckel das angebleite Kaninchen - sofern dieses wieder einfährt - bringen. Einem Apportierhund wäre das aufgrund seiner Grösse nicht möglich.

Wasserarbeit
Zur Niederwildjagd gehört die Wasserarbeit. Unsere Jagdteckel zeigen uns immer wieder ihre Wasser- und Apportierfreude. Wegen seiner Grösse ist er nicht in der Lage alle Arbeiten zu erledigen, dafür gibt es Wasserspezialisten. Doch wer nur gelegentlich auf Enten schiesst, dem sei ein Dackel empfohlen.

Stöberjagd auf Schalenwild
Bei dieser klassischen Jagdart zeigt der Dachshund was in ihm steckt. Mit tiefer Nase findet er jede Fährte, sein Spurlaut setzt ein bevor er Sichtkontakt mit dem Wild hat und dieses zieht unaufgeregt aufgrund seiner Grösse und seiner geringen Geschwindigkeit.
Unser Jagdgehilfe ist nicht nur sehr mutig sondern auch vorsichtig. Schwarzwild sofern es versucht sich einzuschieben wird verbellt bis die Schützen kommen .

Schweissarbeit
Unser Dachshund kann hier meisterlich arbeiten. Mit tiefer Nase und Finderwillen schafft er lange und schwierige Suchen sofern er darauf eingearbeitet wurde. Ist das Wild flüchtig, stösst er jedoch an seine körperlichen Grenzen.









Baujagd
Hierfür wurde der Jagdteckel gezüchtet. Er ist klug und raubwildscharf. Eigenständig arbeitet er sich im Bau voran , allein auf sich gestellt. Er muss taktieren, seine Lage richtig einschätzen, mutig sein und schnell. Der Fuchs wird so stark bedrängt, dass dieser den Bau verlässt. Auch wenn heute viele Jäger die Baujagd ihrem Hund nicht mehr zumuten möchten, so haben doch gerade die hierfür notwendigen Eigenschaften unseren Hund am meisten geprägt.

Diese angewölften Eigenschaften lieben wir an unseren Dachshunden. Unsere Hunde denken mit, sind aufmerksame, liebenswerte, treue und ideale Weggefährten.

„Hand auf’s Herz“ : meinen Jagdteckel kann ich mit auf den Hochsitz tragen und zu Zweit ist der Ansitz noch viel schöner.

Ihre
Claudia Palege

 

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